17. November 2015

Pressemitteilung

UBV wirbt für den Erhalt der Sekundarschule

Keine drei Jahre ist es her, dass Dinslaken als eine der wenigen Städten in NRW eine neue Sekundarschule eingerichtet hat. Der Großteil der Politik war sich damals einig, dass dieses Angebot für Dinslaken eine sinnvolle Ergänzung der Dinslakener Schullandschaft sei. Jetzt, - drei Jahre später - wird dieser Schritt aufgrund erstmalig rückläufiger Anmeldezahlen in Frage gestellt.

Die Unabhängige Bürgervertretung (UBV) vermisst an dieser Stelle der Diskussion die Frage, warum das so ist. Haben Eltern davor Angst, dass Ihre Kinder an der Sekundarschule nicht genug lernen und melden ihre Kinder deshalb an den anderen Schulen an? Liegt es daran, dass die Sekundarschule immer noch als bessere Hauptschule angesehen wird? Ist in der Vergangenheit seitens der Politik, Verwaltung und Bezirksregierung alles getan worden, um die neue Schulform in die seit Jahren bestehende Schullandschaft zu integrieren? Wird die Sekundarschule als gleichwertiger Partner in Schulsystem angesehen und angenommen? Wie präsentiert sich die Sekundarschule an den Grundschulen?

Aber anstelle zunächst alle diese Fragen offen zu klären, verweist man ausschließlich auf den Elternwillen und man will die Probleme lösen, indem man die Zügigkeit an der Realschule deckelt. So einfach will es sich die UBV an dieser Stelle nicht machen. Auch die UBV spricht sich ganz eindeutig dafür aus, dass zukünftig weiterhin der Elternwille in enger Abstimmung mit der Grundschule die Wahl der weitergehenden Schulform bestimmt. Dies aber vor dem Hintergrund, dass die vielen unterschiedlichen Schulformen letztendlich dafür eingerichtet worden sind, Kindern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen die für Sie beste Schulform anzubieten.

Unter Zugrundelegung dieses Sachverhaltes spricht sich die UBV dafür aus, über den Weg einer Überarbeitung des Schulentwicklungsplanes eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung dieses Problem zu suchen.

gez. Ulrich Kemmerling

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