25. November 2015

Pressemitteilung

UBVverwundert über den Antrag von CDU/Grüne und VWG/FDP zur Mittelkürzung für die Burghofbühne

Die UBV-Fraktion kann die bevorstehende Entscheidung des Kreistages nicht nachvollziehen. War in der Sitzung vom 6.2.2013 noch die Rede davon, dass der Zuschuss zwar gedeckelt werden soll, aber in der bisherigen Höhe von ca. 290.000 Euro weitergezahlt wird, damit die Burghofbühne und der Kreis Wesel Planungssicherheit hinsichtlich des Zuschusses haben sollten, scheint dieser Beschluss den Ausschuss heute nicht mehr zu interessieren.
Auch 2014 wurde die Auszahlung des Betrages in voller Höhe beschlossen, um dem Landestheater Burghofbühne nach dem Intendantenwechsel sowohl Planungssicherheit als auch die Möglichkeit bieten, Ziele und Maßnahmen umsetzen zu können, wie Erhalt und Verstärkung der Attraktivität im Spielplanangebot, Erhalt des Produktionsrahmens zur Qualitätssicherung oder auch die Profilierung des Kinder- und Jugendtheaters, wobei ein besonderer Schwerpunkt im Bereich der Theaterarbeit mit Kinder- und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie mit geistig behinderten Jugendlichen gesetzt wird.

Ein wichtiger Beschlussteil in 2014 war, dass bei zukünftigen Finanzmittelanpassungen alle Beteiligten gemeinsam darüber entscheiden. Noch im September hatte der Ausschuss Intendant Mirko Schomberg zu seiner Sitzung eingeladen, um über die Arbeit der Burghofbühne zu berichten. Hier war keine Rede von bevorstehenden Kürzungen.

„Dabei hatte das Landestheater bereits etliche Einsparungen vorgenommen, macht sogar die Öffentlichkeitsarbeit selbst“, so Fraktionsvorsitzender Heinz Brücker. „Durch den damaligen Intendanten Thorsten Weckherlin wurden die Auswirkungen von Kürzungen im Etat bereits deutlich gemacht. Es könne dann nur noch am Personal gespart werden, was sich wiederum auf die Qualität der Theateraufführungen auswirke, weniger Schauspieler, Einsparungen bei den Bühnenbildnern, weniger Stücke, die angeboten werden können, also weniger Einnahmen“.

Dabei können sich die Einnahmen der Burghofbühne durchaus sehen lassen. Diese machen gut ein Viertel des Gesamtetats aus, was bei einem kleinen Landestheater wie der Burghofbühne der guten Auslastung und dem enormen Engagement aller zuzuschreiben ist.

Der Beschluss soll am 3.12.2015 im Kreisausschuss und am 10.12.2015 im Kreistag gefasst werden. Die UBV-Fraktion appelliert an die Antragsteller zu bedenken, welche Auswirkungen ein Aus der Burghofbühne bedeuten würde.

„Auch wenn man nun darüber nachdenkt, ob der Landschaftsverband die Förderung übernehmen kann, wäre dies der erste Schritt und nicht der zweite“, so Heinz Brücker. „Wir werden deshalb die Burghofbühne in ihrem Kampf um weitere Förderung durch den Kreis Wesel unterstützen. Die Burghofbühne leistet gute Arbeit besonders im Kinder- und Jugendbereich, auch über die Stadtgrenzen von Dinslaken hinaus, wobei Dinslaken sich der besonderen Förderrolle immer bewusst war und eine entsprechende Summe beisteuert. Dass sich der Kreis nun in fünf Jahren komplett aus der Förderung herausziehen möchte, hält die UBV-Fraktion für unverantwortlich“.

Die UBV hofft, dass viele Theaterfreunde die online-Petition unterschreiben:

http://www.burghofbuehne-dinslaken.de/

Listen liegen auch in der UBV-Geschäftsstelle am Bahnhofsplatz 2 aus.

6535 Dinslaken, 25. November 2015

Fraktionsvorsitzender Heinz Brücker, Thomashof 38, 46535 Dinslaken

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