23. Oktober 2017

Presseartikel NRZ am 22.10.2017

UBV sammelt Stimmen gegen Umbau des Bahnhofsvorplatzes

Politiker streben ein Bürgerbegehren an, das die bisherige Planung für das Projekt ändern soll

Florian Langhoff

Dinslaken. Zwischen Neustraße und Neutorplatz hatten Mitglieder der Unabhängigen Bürgervertretung (UBV) mit Unterschriftenlisten Aufstellung bezogen. Ihr Anliegen: Ein Bürgerbegehren gegen die geplante Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. „Der Platz kann und soll sich verändern, aber unter Beibehaltung der derzeitigen Verkehrssituation“, erklärt Volker Berenthien von der UBV das Anliegen. Die Planung der Stadt sei bisher noch schwammig und „die Bürger sollen doch bitte mitentscheiden, was mit dem Platz geschehen soll“, meint man bei der UBV.
Auch Ute und Walter Borowski sind wie viele andere gekommen, um ihre Unterschrift abzugeben. Auch sie halten nichts davon, den Bahnhofsvorplatz vom Autoverkehr quasi abzuschotten. „Gerade ältere Menschen müssten bei der bisherigen Planung sehr weit laufen, um zum Bahnhof zu kommen. Das ist ihnen nicht zuzumuten“, sagt Walter Borowski. „Ich fahre jeden Tag mit dem Zug und sehe, wie Menschen mit Rollatoren sich jetzt schon abmühen“, ergänzt seine Ehefrau Ute. Ihr Fazit: Man sollte bei der Planung auf alle Menschen Rücksicht nehmen und es nicht nur schön machen.
Eine Alternatividee zur bisherigen Planung hätte Cornelia Bohg parat, die ebenfalls ihre Unterschrift für das Bürgerbegehren abgibt: Man solle sich bei der Stadt am Bahnhof in Venlo orientieren. „Dort gibt es zwei Schleifen. Eine für Leute, die nur eben kurz jemanden abholen oder absetzen und eine, auf der man etwas länger halten kann“, erklärt sie.
Bei der UBV ist man nach zwei Tagen zuversichtlich, dass man die nötigen Stimmen für ein Bürgerbegehen zusammenbekommen wird.

 

UBV sammelt Unterschriften

Foto Emde

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